Wie stirbt man an Leukämie: Ursachen, Symptome und Therapieoptionen

Marko Frei

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wie stirbt man an leukämie

Leukämie, im Volksmund als Blutkrebs bezeichnet, ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems. Sie kann jeden treffen – Kinder, Erwachsene und ältere Menschen. Die Krankheit entwickelt sich aus den Zellen des Knochenmarks und kann sich dann auf das Blut und andere Organe ausbreiten.

Die Ursachen von Leukämie sind noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass es verschiedene Faktoren geben kann, die zu ihrer Entstehung beitragen können. Dazu gehören genetische Veränderungen, die durch Umweltfaktoren wie Strahlung und Chemikalien verursacht werden können.

Typische Symptome von Leukämie können Müdigkeit, vermehrte Infektanfälligkeit, übermäßige Blutungen und blaue Flecken, Fieber und Gewichtsverlust sein. Wenn diese Symptome auftreten, ist es wichtig, dass eine Diagnose gestellt wird, um eine adäquate Behandlung zu ermöglichen.

Die Behandlung von Leukämie umfasst verschiedene Optionen, einschließlich Chemotherapie, Strahlentherapie, targeted therapy und Stammzelltransplantation. Eine Kombination dieser Optionen kann auch verwendet werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Leukämie kann tödlich sein, aber mit den richtigen Behandlungsoptionen und einem frühen Stadium der Diagnose gibt es heutzutage viele Heilungschancen. In diesem Artikel werden wir einen detaillierteren Einblick in die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Therapieoptionen von Leukämie geben, um Ihnen ein besseres Verständnis und eine optimale Informationsgrundlage zu bieten.

Was ist Leukämie?

Leukämie ist eine maligne Erkrankung des blutbildenden Systems. Sie entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung von weißen Blutzellen, die im Knochenmark gebildet werden. Diese bösartigen Zellen können sich im Knochenmark und im Blut ausbreiten und gesunde Blutzellen verdrängen. Dadurch kommt es zu Störungen der Blutbildung und des Immunsystems.

Ursachen von Leukämie

Die genauen Ursachen von Leukämie sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch einige Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen können.

Genetische Faktoren

Es gibt einige genetische Veränderungen, die das Risiko einer Leukämie erhöhen können. So sind beispielsweise Menschen mit bestimmten Veränderungen im Erbgut anfälliger für die Entwicklung einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL).

Exposition gegenüber ionisierender Strahlung

Personen, die hohen Dosen von ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, beispielsweise aufgrund von Strahlentherapie oder Reaktorunfällen, haben ein erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken.

Exposition gegenüber Chemikalien

Einige Chemikalien, wie beispielsweise Benzol, können das Risiko einer Leukämie erhöhen. Dabei handelt es sich allerdings um eine seltene Ursache.

Andere Risikofaktoren

Zu den weiteren Faktoren, die das Risiko einer Leukämie erhöhen können, gehören rauchen, eine Chemotherapie in der Vergangenheit, bestimmte Virusinfektionen und bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom.

Symptome von Leukämie

Leukämie ist eine Art von Krebs, die das Blut und das Knochenmark beeinträchtigt. Die Symptome von Leukämie können je nach Art und Stadium der Krankheit variieren. Einige häufige Symptome von Leukämie sind:

  • Müdigkeit: Leukämie kann zu einer Abnahme der roten Blutkörperchen führen, die Sauerstoff in den Körper transportieren. Dadurch kann man sich müde und erschöpft fühlen.
  • Häufige Infektionen: Leukämie kann dazu führen, dass die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Körper abnimmt. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt und man ist anfälliger für Infektionen.
  • Leichtes Bluten oder Blutergüsse: Leukämie kann zu einer Abnahme der Blutplättchen führen, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind. Dadurch kann man leichter bluten oder Blutergüsse bekommen.
  • Schmerzen im Bauch, Knochen oder Gelenken: Leukämie kann zu Schmerzen im Bauchraum, in den Knochen oder Gelenken führen.
  • Geschwollene Lymphknoten: Leukämie kann zu einer Vergrößerung der Lymphknoten führen, die sich normalerweise in den Achselhöhlen, im Nacken und in der Leistengegend befinden.
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Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten können. Nur ein Arzt kann eine genaue Diagnose stellen und feststellen, ob Leukämie die Ursache ist.

Diagnose von Leukämie

Die Diagnose von Leukämie wird in der Regel durch Blutuntersuchungen gestellt, um Anomalien im Blutbild zu erkennen. Eine Knochenmarkbiopsie kann auch durchgeführt werden, um die Anzahl und Art der Blutzellen im Knochenmark zu untersuchen. Weitere Tests wie eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie können ebenfalls durchgeführt werden, um die Ausbreitung der Krankheit im Körper zu bestimmen.

Weitere Details zur Diagnose von Leukämie

Blutuntersuchungen sind der erste Schritt bei der Diagnose von Leukämie. Der Arzt wird die Menge und Art von Blutzellen im Blut untersuchen, um Anomalien festzustellen. Wenn Anomalien festgestellt werden, wird der Arzt eine Knochenmarkbiopsie durchführen, um das Knochenmark im Detail zu untersuchen. Während dieses Verfahrens wird eine Nadel in das Knochenmark eingeführt, um eine Probe zu entnehmen. Diese Probe wird im Labor untersucht, um zu bestimmen, ob es abnormale Zellen gibt, die auf Leukämie hinweisen.

Weitere Tests wie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie können durchgeführt werden, um die Ausbreitung der Krankheit im Körper zu bestimmen. Diese Tests können auch zeigen, ob andere Organe betroffen sind und ob sich die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium befindet.

Behandlungsmöglichkeiten bei Leukämie

Die Behandlung von Leukämie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter des Patienten, dem Stadium der Erkrankung und anderen begleitenden Krankheiten. Es gibt mehrere Optionen für die Behandlung von Leukämie, einschließlich:

Behandlungsmöglichkeiten Beschreibung
Chemotherapie Die Chemotherapie ist eine häufige Behandlungsoption bei Leukämie. Sie beinhaltet die Verwendung von Medikamenten, um Krebszellen abzutöten oder ihr Wachstum zu hemmen.
Strahlentherapie Diese Art der Therapie beinhaltet die Verwendung von hochenergetischer Strahlung, um Krebszellen abzutöten.
Zielgerichtete Therapie Diese Art der Therapie verwendet Medikamente, die speziell auf bestimmte Moleküle oder Proteine abzielen, die für das Krebswachstum verantwortlich sind.
Stammzellentransplantation Bei der Stammzellentransplantation werden gesunde Stammzellen von einem Spender in den Körper des Patienten transplantiert, um die abnormen Krebszellen zu ersetzen.

Chemotherapie

Die Chemotherapie wird in der Regel durch Infusionen in eine Vene gegeben. Es kann auch in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen werden. Die Dauer der Behandlung hängt von der Art der Leukämie ab. Die Chemotherapie kann auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Haarausfall und Müdigkeit verursachen.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird normalerweise in einer speziellen Klinik durchgeführt. Der Patient liegt auf einem Behandlungstisch, während hochenergetische Strahlung auf den Körper gerichtet wird. Die Dauer der Behandlung hängt von der Art und dem Stadium der Leukämie ab. Die Strahlentherapie kann auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Hautreizungen verursachen.

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Zielgerichtete Therapie

Die zielgerichtete Therapie wird normalerweise in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen. Es kann auch durch Infusionen in eine Vene verabreicht werden. Die Dauer der Behandlung hängt von der Art der Leukämie ab. Die zielgerichtete Therapie kann auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Hautausschlag und Durchfall verursachen.

Stammzellentransplantation

Die Stammzellentransplantation wird normalerweise durch Infusionen in eine Vene durchgeführt. Es kann auch durch eine Transplantation von Knochenmark oder peripheren Blutstammzellen erfolgen. Vor der Transplantation muss der Patient eine hohe Dosis Chemotherapie oder Strahlentherapie erhalten, um die abnormen Krebszellen abzutöten. Die Stammzellentransplantation kann auch Nebenwirkungen wie Infektionen, Graft-versus-Host-Krankheit und andere Komplikationen verursachen.

Prognose und Überlebensrate bei Leukämie

Die Prognose für Patienten mit Leukämie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter des Patienten, dem Stadium der Erkrankung und der Art der Leukämie. Die Überlebensrate variiert daher stark.

Leukämie-Art 5-Jahres-Überlebensrate
Akute lymphoblastische Leukämie (ALL) 70-90%
Akute myeloische Leukämie (AML) 20-40%
Chronische lymphatische Leukämie (CLL) 80-90%
Chronische myeloische Leukämie (CML) 90%

Die Überlebensrate von Patienten mit Leukämie hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Dies ist vor allem auf die Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie zurückzuführen.

Überlebensrate nach Therapieform

Die Überlebensrate hängt auch von der Therapie ab, die der Patient erhält:

  • Chemotherapie: Bei vielen Patienten mit akuter Leukämie kann die Chemotherapie zur Remission führen. Die Überlebensrate bei Erwachsenen liegt bei etwa 60% für ALL und bei etwa 40% für AML. Bei Kindern ist die Überlebensrate höher.
  • Stammzelltransplantation: Die Überlebensrate nach einer Stammzelltransplantation ist höher als bei der Chemotherapie allein, kann aber von vielen Faktoren abhängen, wie der Art der Leukämie und der Kompatibilität des Spenders.
  • Targeted Therapie: Bei einigen Patienten mit speziellen Formen von Leukämie kann eine gezielte Therapie sehr effektiv sein. Die Überlebensrate kann hierbei höher sein als bei der Chemotherapie allein.
  • Bestrahlung: Die Strahlentherapie kann bei einigen Patienten mit Leukämie ebenfalls zur Remission der Krankheit führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Prognose und Überlebensrate von Patient zu Patient unterschiedlich sein können und von vielen Faktoren abhängen. Patienten und ihre Familien sollten sich daher auf die individuellen Empfehlungen und Informationen ihrer Ärzte verlassen.

Prävention von Leukämie

Es gibt keine vollständigen Möglichkeiten, die Entstehung von Leukämie zu verhindern. Es gibt jedoch einige Schritte, die Sie unternehmen können, um das Risiko der Erkrankung zu verringern.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und körperliche Aktivität

Eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und das Risiko von Krankheiten zu verringern. Essen Sie eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht. Versuchen Sie, körperlich aktiv zu sein, indem Sie regelmäßig Sport treiben oder sich viel bewegen.

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Vermeiden Sie den Kontakt mit schädlichen Chemikalien

Bestimmte Chemikalien wie Benzol, die in Industrie und Landwirtschaft eingesetzt werden, können das Risiko von Leukämie erhöhen. Vermeiden Sie den Kontakt mit diesen Chemikalien, wenn möglich. Wenn Sie in einem Beruf arbeiten, bei dem Sie diesen Chemikalien ausgesetzt sind, sollten Sie geeignete Schutzkleidung tragen und andere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Regelmäßige medizinische Untersuchungen

Regelmäßige medizinische Untersuchungen können dazu beitragen, potenzielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen. Lassen Sie sich regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen und achten Sie auf Anzeichen von Leukämie oder anderen Gesundheitsproblemen.

Reduzieren Sie die Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung kann das Risiko von Leukämie erhöhen. Reduzieren Sie die Strahlenbelastung, indem Sie unnötige Röntgenuntersuchungen meiden und Schutzkleidung tragen, wenn Sie in Bereichen arbeiten, in denen Sie Strahlung ausgesetzt sind.

Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie dazu beitragen, das Risiko von Leukämie zu verringern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Prävention von Leukämie keine Garantie dafür ist, dass die Erkrankung vermieden werden kann. Wenn Sie Symptome von Leukämie bemerken, sollten Sie sich umgehend von einem Arzt untersuchen lassen.

Marko Frei