Sicherheitsaspekte beim Robotereinsatz in industriellen Prozessen

Marko Frei

Besonders bekannt ist Wuppertal für seine im 19. Jahrhundert erbaute Schwebebahn. Doch auch in Bereichen wie Ingenieurwesen, Maschinenbau und Automatisierung spielt die Stadt eine Rolle, besonders wegen ihrer Industriegeschichte und ihrer Lage im Herzen des Ruhrgebiets. Mit der zunehmenden Automatisierung industrieller Prozesse und der Einführung von Robotern in der Fertigung ergeben sich jedoch neue Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit der Mitarbeiter.

Die Mensch-Roboter-Kollaboration birgt Risiken, die durch sorgfältige Analyse und geeignete Schutzmaßnahmen minimiert werden müssen. Ein professioneller Sicherheitsdienst für Wuppertal und das Umland kann Unternehmen dabei helfen, die Sicherheitsaspekte beim Robotereinsatz effektiv zu bewältigen. Dazu gehören Risikobewertungen, die Implementierung von Schutzmaßnahmen, Schulungen für Mitarbeiter und die Erstellung von Notfallplänen für den Umgang mit Zwischenfällen.

Darüber hinaus gewinnt auch die Cybersicherheit zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Robotersysteme potenzielle Angriffsziele für Hacker darstellen. Daher ist ein ganzheitliches Sicherheitskonzept bestehend aus Risikoanalyse, technischen Schutzmaßnahmen und kontinuierlicher Überwachung unerlässlich. Dieses gewährleistet die Integrität der Produktionsanlagen und die Sicherheit der Mitarbeiter. 

In diesem Artikel schauen wir einmal etwas genauer auf zwei entscheidende Sicherheitsaspekte beim Robotereinsatz in industriellen Prozessen und wie diese bewältigt werden können.

Das Risiko der Mensch-Roboter-Kollaboration reduzieren

Im Idealfall arbeiten Menschen und Roboter harmonisch Seite an Seite innerhalb halb- oder vollautomatisierter Industrieprozessen. Dennoch ist eine Risikobewertung und Risikominimierung entscheidend für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration in diesen Prozessen. Was sollte hierbei analysiert werden? Zunächst sollten grundsätzliche potenzielle Gefahren, die von Robotern für Arbeitnehmer ausgehen können, untersucht werden. Auch sollte das Risikoniveau basierend auf Bewegungsgeschwindigkeit, Traglast und Arbeitsbereich der Roboter bewertet werden. Im Anschluss sollten entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um Risiken zu minimieren. Welche Maßnahmen sind dabei denkbar? Es können beispielsweise Sicherheitssensoren, Schutzzäunen oder Softwarebegrenzungen der Roboterbewegungen in Betracht gezogen werden. Mit einer einmaligen Risikobewertung und dann Zurücklehnen ist es leider nicht getan. Die Risiken müssen zum einen kontinuierlich überwacht und zum anderen die Risiken kontinuierlich neu bewertet werden. Nur so lässt sich auf veränderte Bedingungen angemessen reagieren und ein hohes Maß an Sicherheit für Mitarbeiter sicherstellen. In‘

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Ein weiteres Element, um das Risiko der Mensch-Roboter-Kollaboration zu reduzieren, sind Schulungen und Sensibilisierung. Hierbei sollten Mitarbeiter umfassend über potenzielle Gefahren, Sicherheitsrichtlinien und korrekte Arbeitsabläufe im Umgang mit Robotern unterwiesen werden. Hierzu gehören auch regelmäßige Trainings und Übungen. Diese erhöhen das Risikobewusstsein und vermitteln praktische Fähigkeiten zum Erkennen und Beheben gefährlicher Situationen. Außerdem fördert eine kontinuierliche Sensibilisierung, beispielsweise durch Informationskampagnen, die Akzeptanz von Sicherheitsmaßnahmen. Sie motiviert ebenso Mitarbeiter dabei, aktiv an der Risikominimierung mitzuwirken. 

Notfallmanagement und Reaktionsprotokolle 

Spezialisierte Sicherheitsfirmen können auch bei der Roboterüberwachung in der industriellen Fertigung eingesetzt werden. So sollten diese oder die entsprechende Abteilung mit der Erstellung von Notfallplänen und Reaktionsprotokollen beauftragt werden. Diese sind ein zentraler Bestandteil des Notfallmanagements. Was machen diese Pläne genau? Sie definieren klare Abläufe und Zuständigkeiten für den Umgang mit Zwischenfällen oder Unfällen, die durch Roboter verursacht werden. Sie enthalten Anweisungen zur schnellen Abschaltung der Roboter, zur Evakuierung betroffener Bereiche und zur Erstversorgung von Verletzten. Darüber hinaus regeln sie die Benachrichtigung von Rettungskräften, Behörden und internen Sicherheitsdiensten. 

Auch im Bereich des Notfallmanagements sind regelmäßige Schulungen und Übungen unverzichtbar. Hierdurch stellen die Verantwortlichen der Industrieanlage sicher, dass alle Mitarbeiter jederzeit über aktuelle Sicherheitsbestimmungen, Notfallpläne und Handlungsabläufe informiert sind. 

Was gehört zu den praktischen Übungen? Sie simulieren mögliche Gefahrensituationen und trainieren die korrekte Reaktion, um im Ernstfall routiniert und zielgerichtet agieren zu können. Neben den korrekten Reaktionen, die sich die Beteiligten aneignen, ist ein weiteres positives Nebenprodukt die Aufdeckung von Sicherheitslücken und Schwachstellen. Außerdem schärfen die Übungen das Risikobewusstsein und die Wachsamkeit aller Beteiligten.

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Cybersicherheit 

Wo Roboter im Spiel sind, sind auch Netze im Spiel. Und wo es Netze gibt, können Hacker potenziell eindringen und den Roboterarm einmal dazu motivieren, den Kaffeeautomaten, um die Ecke zu entsorgen. Daher sollte auch eine umfassende Analyse potenzieller Cyber-Risiken wie Hackerangriffe, Datendiebstahl oder Systemausfälle identifiziert und deren Auswirkungen auf Produktionsabläufe, Anlagensicherheit und Mitarbeiterschutz bewertet werden. Basierend darauf müssen angemessene Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden.

Was gehört dazu? Es geht um Firewalls, Verschlüsselungen, Zugriffskontrollen und Notfallpläne. Ähnlich wie beim Risikomonitoring weiter oben ist auch hier ein kontinuierliches Monitoring der Cybersicherheitslage sowie eine regelmäßige Risikoneubewertung notwendig. Dadurch kann auf neue Bedrohungen besser reagiert werden.  

Basierend auf den genannten Risikoanalysen müssen technische Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Verschlüsselungen und Zugangskontrollen eingerichtet werden, um Systeme vor unbefugten Zugriffen und Angriffen zu schützen. Eine weitere Maßnahme sollten klare Sicherheitsprotokolle sein, wenn es doch einmal zu einem Vorfall kommt.  

Marko Frei