Eine vollständige Badsanierung dauert in der Regel zwischen drei und sechs Wochen – sofern die Gewerke sauber aufeinander abgestimmt sind. Wer den Ablauf kennt, vermeidet die häufigsten Verzögerungen: zu spät bestellte Fliesen, fehlende Abdichtungsprüfung nach DIN 18534, parallel arbeitende Gewerke. Hier der typische Ablauf vom ersten Aufmaß bis zur Bauabnahme.
- Eine professionelle Badsanierung gliedert sich in 8 Phasen – von Aufmaß bis Abnahme.
- Pflicht-Norm: DIN 18534 für die Abdichtung von Innenräumen (seit 2017 verbindlich).
- Typische Dauer: 15 bis 25 Arbeitstage bei einem 8-m²-Bad in Berlin.
- Kostenrahmen 2026: 12.000 bis 35.000 Euro für ein durchschnittliches Familienbad in Bestandsimmobilien.
Wie verläuft das Erstgespräch und Aufmaß?
Im Erstgespräch klärt der Sanierungsbetrieb Wünsche, Budget und bauliche Randbedingungen. Anschließend erfolgt ein technisches Aufmaß vor Ort – inklusive Begutachtung der Bestandsabdichtung, der Steigleitungen und der Statik bei tragenden Wänden.
Erfahrene Betriebe planen für das Aufmaß mindestens 60 bis 90 Minuten ein. Geprüft werden vor allem die Lage der Hauptabflussstränge, der Zustand der Trinkwasserleitungen (seit Januar 2026 dürfen keine Bleirohre mehr im Bestand sein), die Tragfähigkeit der Decke für freistehende Badewannen oder bodengleiche Duschen und der Zustand der vorhandenen Abdichtung. Aus diesem Aufmaß entsteht das Leistungsverzeichnis (LV), das alle Gewerke detailliert beschreibt – Demontage, Rohinstallation, Elektrik, Trockenbau, Fliesen, Sanitär. In Berlin haben sich für die LV-Erstellung Sanierungsbetriebe wie S&O Innenausbau aus Berlin-Tempelhof darauf eingestellt, das LV mit den Vorgaben aus der DIN 18534 zu verzahnen – der entscheidenden Norm für Abdichtung im Innenraum nach Handwerkskammer-Berlin-Praxis.
Welche Reihenfolge der Gewerke ist optimal?
Der bewährte Ablauf: Demontage → Rohinstallation Sanitär/Elektro → Schlitze schließen → Estrich (falls nötig) → Abdichtung nach DIN 18534 → Fliesen → Sanitär-Endmontage → Schlussreinigung. Parallele Gewerke führen meist zu Mehrarbeit und Schäden.
In der Praxis scheitert die Reihenfolge oft an verspäteter Materiallieferung oder fehlender Gewerk-Koordination. Klassisches Beispiel: Der Fliesenleger steht bereit, aber der Estrich ist noch nicht ausgetrocknet (Trocknung dauert je nach Aufbau 14 bis 28 Tage). Oder die Bestandsabdichtung wurde nicht geprüft, und nach dem Fliesen kommt Feuchtigkeit durch. Eine schriftliche Bauablauf-Planung mit konkreten Trocknungszeiten, Materiallieferterminen und Pufferzeiten ist Pflicht. Generalunternehmer übernehmen genau diese Koordination – sie organisieren die Subunternehmer und übernehmen die Gewährleistung als Gesamtleistung. Das vermeidet, dass Eigentümer im Streitfall mit drei verschiedenen Handwerksbetrieben auseinandersetzen müssen, falls ein Schaden auftritt.
Was passiert bei der Bauabnahme?
Die Abnahme ist die formale Übergabe des Werks – Bauherr und Auftragnehmer prüfen gemeinsam Leistung und Mängel. Der Abnahmebescheid setzt die Gewährleistungsfrist von 5 Jahren nach § 634a BGB in Lauf. Mängel müssen ins Abnahmeprotokoll.
Checkliste bei der Badabnahme: Dichtigkeit aller Anschlüsse, fachgerechte Silikonfugen ohne Hohlräume, korrekter Gefällesatz in der Dusche, Funktion aller Sanitärobjekte, Vollständigkeit der Zubehörmontage. Sichtbare Mängel müssen ins Abnahmeprotokoll, sonst können sie später schwerer reklamiert werden. Versteckte Mängel – etwa eine unsaubere Abdichtung unter den Fliesen – fallen unter die fünfjährige Gewährleistungsfrist. Eigentümer sollten alle Rechnungen, das LV, das Abnahmeprotokoll und die Materialnachweise mindestens 5 Jahre archivieren.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Badsanierung wirklich?
Bei einem typischen 8-Quadratmeter-Bad in einem Berliner Altbau sind 15 bis 25 Arbeitstage realistisch. Inklusive Trocknungszeiten von Estrich (14 bis 28 Tage) verlängert sich die Gesamtdauer auf vier bis sechs Wochen.
Was kostet eine Badsanierung 2026?
Für ein 8-Quadratmeter-Bad in Berliner Bestandsimmobilien liegen die Kosten 2026 zwischen 12.000 und 35.000 Euro, abhängig von Materialqualität, Sanitärausstattung und baulichem Aufwand für Leitungen und Abdichtung.
Wann muss DIN 18534 angewendet werden?
Die DIN 18534 gilt seit 2017 als anerkannte Regel der Technik für Abdichtungen in Innenräumen – also bei jeder Badsanierung. Verstöße gegen die Norm gelten als Baumangel und können die Gewährleistung verlängern.
Brauche ich einen Generalunternehmer oder Einzelgewerke?
Bei Komplettsanierungen ist ein Generalunternehmer praktisch immer wirtschaftlich, weil er die Gewerkkoordination, Materialdisposition und Gewährleistung übernimmt. Bei kleinen Maßnahmen reicht ein Sanitärfachbetrieb.
Fazit
Eine Badsanierung gelingt, wenn die Phasenfolge eingehalten und die Abdichtung nach DIN 18534 sauber dokumentiert wird. Wer in Berlin saniert, profitiert von Generalunternehmern wie S&O Innenausbau, die Demontage, Rohbau, Fliesen und Sanitär aus einer Hand koordinieren – das hält die Trocknungszeiten ein und vermeidet die typischen Konflikte zwischen Gewerken in der Mitte der Bauphase.
Quellen:
https://www.beuth.de/de/norm/din-18534-1/267354063
https://www.hwk-berlin.de
https://www.bmwsb.bund.de
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/
https://www.umweltbundesamt.de
Kontakt der erwähnten Firma: so-innenausbau.de
Stand: 2026-03-02






